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mein fotografisches Leitbild
Nur dort, wo ich mit einem Geländeauto oder mit einem Motorrad war und eine Kamera mitgehabt habe, die ich auch benützt habe, war ich wirklich!
Ein Leben reicht nicht, um die Schönheit unseres Planeten zu sehen oder zu zeigen.
Ich reise gerne mit Motorrad (Honda Dominator 650, Honda Goldwing 1800) oder Geländewagen (Nissan Patrol GR) und versuche, die dabei empfundenen Eindrücke in Bildern zu vermitteln.
Unterwegs mit Zelt (Motorrad) oder Dachzelt (Auto) - sozusagen direkt am Geschehen - eröffnet mir diese Art zu reisen ein wenig von dem, was ich unter Freiheit verstehe.
Eins, zwei, drei im Sauseschritt,
läuft die Zeit, wir laufen mit.
Schaffen, schuften, werden älter,
träger, müder und auch kälter.
Bis auf einmal man erkennt,
daß das Leben geht zu End.
Viel zu spät begreifen Viele
die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist´s! Reise, reise!
Wilhelm Busch
Wenn Sie mir feedback geben wollen, haben Sie hier die Gelegenheit dazu! feedback
warum reisen?
Manchmal fragen mich Bekannte und Freunde, warum „ich mir das antue“ mit den Reisen, mit oft monatelangen Vorbereitungen. Sie fragen mich, was denn die Faszination einer Reise mit „Verzicht“ ausmacht.
Ich kann diese Frage nicht mit einem Satz beantworten.
Ich kann nur den Versuch einer Erklärung unternehmen, dass es für mich kein Verzicht ist, ganz im Gegenteil: es ist der Luxus etwas zu tun oder tun zu können, was viele nicht machen können oder wollen, weil sie zu träge sind oder es ihnen nicht wirklich wichtig genug ist. Es ist der Luxus, keine Pauschalreise gebucht zu haben und nach eigenem Ermessen vor Ort zu verweilen, mehr oder weniger so lange, wie man will. Es ist das selbst zu entscheiden und nicht fremdbestimmt zu sein, keine hartnäckigen Diskussionen über völlig unwichtige Kleinigkeiten führen zu müssen, was wann warum nicht oder zu spät oder gar nicht oder was weiss ich sonst noch passiert ist.
Alles nicht wirklich wichtig.
Wirklich wichtig ist es, zu leben, Erfahrungen zu machen im ursprünglichsten Sinn des Wortes (kein Mensch spricht von „Ergehungen“), den eigenen Horizont zu erweitern, zu lernen. Es ist für mich die Möglichkeit, eine mir „fremde“ Welt und Kultur kennen zu lernen, ein wenig von dem, was für andere Menschen die Normalität ist. Für mich heisst es auch, eine „verlorene“ Gelassenheit wieder zu finden oder auch diese vielleicht erst zu erlernen. Vielleicht ist es auch, eine Art von Grosszügigkeit sich selbst gegenüber zu zeigen und Toleranz zu üben, Verständnis für etwas zu entwickeln. Es ist die Möglichkeit der Bewegung in der scheinbar unendlichen Weite mit der Suche nach dem Horizont. Es ist die Betrachtung des Himmels und der Wolken, die darüber ziehen. Es ist das Geräusch des Windes, das Fliegen der Sandkörner in den Dünen; es ist das Lauschen dem Gezwitscher der Vögel, es ist die Zeit mit der nur scheinbar langweiligen Betrachtung der Natur ohne Zeitdruck. Es ist der Blick auf das Meer und das immer neue Muster der Wellen. Es sind die exotischen Düfte, wenn ich durch Märkte gehe und dem bunten Treiben zuschaue. Es ist die Faszination der unbekannten Küche. Es ist der Blick über die Bergspitzen und in Täler. Es ist das Fühlen des Fahrtwindes am Motorrad, die Anstrengung und Freude bei Fahrten in schwierigem Gelände. Es ist das Rumpeln des Autos bei Fahrten über Pisten, das beruhigende Geräusch des Motors, es ist die bewusste Wahrnehmung des Verlaufes eines Tages mit dem Licht, das sich ständig verändert, das Gleiten der Sonnenstrahlen über den Sand, die Formen des Schattens. Es ist die Stille des Abends, es ist das „Hineinhören“ in sich, das Hören des eigenen Herzschlages, das Fühlen des Pulses. Es ist die Ruhe, die es bei uns nicht (mehr) gibt, nicht einmal dann, wenn wir meinen, Ruhe zu haben, weil es bei uns vom Grundpegel einfach schon so laut ist, dass wirkliche „Ruhe“ gar nicht aufkommen kann.
Es bedeutet für mich auch, sich so vorzubereiten, dass, bei aller Einfachheit, alles „Wichtige“ dabei ist – eben so perfekt, wie es nur geht. Es bedeutet mir eine persönliche Erfahrung zu machen, die mir niemand mehr wegnehmen kann. Es heisst für mich auch, unplanbare Situationen zu meistern, ein wenig Entdecker zu sein. Es meint für mich, Menschen mit ähnlichen Interessen kennen zu lernen und deren Geschichten zu hören, zuzuhören. Man sagt, dass „Reisen bilden“ – wenn das stimmt, dann bilde ich mich sehr gerne weiter.
Das ist es, was mir diese – für mich Luxusreisen - mit 4WD oder Motorrad bedeuten. Und mit Überzeugung behaupte ich einmal mehr, dass ich nur dort wirklich war, wo ich mit dem Motorrad oder einem 4WD selbst hingefahren bin (denn zu Fuss komme ich beinahe überall hin).
Ägäistour 2005
Foto: Hans Naplawa
Details zum Motorrad Dominator: Dominator [251 KB]
Staub am Wagenheck
Marokko, März 2010
unterwegs mit Dachzelt
Marokko, März 2010
Platz genug zum Fahren und Parken
Marokko, März 2010
Details zum Auto: Patrol [266 KB]
meine Goldwing kann auch Enduro sein
Foto: Hans Naplawa
Helmkamera
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Einsatzbesprechung für Szenen mit Helmkamera Foto: Hans Naplawa zur Detailansicht mit der Maus über das Bild fahren |
Helmkamera
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Helmkamera in Aktion Foto: Hans Naplawa zur Detailansicht mit der Maus über das Bild fahren |
Letzte Änderung am Montag, 14. Mai 2012 um 06:31:48 Uhr.




